Anwalt für Verkehrsrecht in München — Ihre Kanzlei in der Pettenkoferstraße
Wer in München einen Anwalt für Verkehrsrecht sucht, hat in der Regel ein konkretes Problem auf dem Tisch: einen Unfall am Mittleren Ring, einen Bußgeldbescheid für die Stachus-Tempo-30-Zone, eine Vorladung zum Polizeipräsidium in der Ettstraße, eine MPU-Anordnung der Führerscheinstelle Ruppertstraße — oder einen Anwaltsbrief der Versicherung, der den Schaden kürzen will. Bei KLAMERT & PARTNER haben wir seit 2005 mehr als 10.000 Verkehrsrechts-Mandate betreut: vom einfachen Auffahrunfall an der Lindwurmstraße bis zur Hauptverhandlung wegen Trunkenheit am Steuer am Amtsgericht München, von Geschwindigkeitsmessungen mit dem PoliScan Speed bis zu Diesel-Schadensersatzklagen gegen Volkswagen, Mercedes und BMW. Das ist Routine im besten Sinne — strukturierte Abläufe, geübte Argumentationen, eingespielte Wege zur Staatsanwaltschaft, Polizei und Versicherung.
In der Praxis kommen Mandantinnen und Mandanten meist in einer von vier Situationen zu uns: nach einem Verkehrsunfall mit ungeklärter Schuldfrage, mit einem Bußgeldbescheid, den die Behörde innerhalb von 14 Tagen zugestellt hat, mit einer MPU-Anordnung oder einem drohenden Führerscheinentzug, oder mit einer Vorladung als Beschuldigter im Verkehrsstrafrecht (Fahrerflucht, Trunkenheit, Nötigung). Für jede dieser Konstellationen haben wir feste Erstprüfungs-Routinen — und in den ersten 48 Stunden entscheidet sich, ob ein Verfahren günstig oder ungünstig läuft.
Praxis aus der Kanzlei | Was 10.000 Mandate uns gelehrt haben
Aus über 10.000 Verkehrsrechts-Mandaten seit 2005 destillieren sich vier Erfahrungswerte, die wir in jedem neuen Fall anwenden. Erstens: Keine Aussage gegenüber Polizei oder Bußgeldbehörde ohne anwaltliche Akteneinsicht — das gilt selbst dann, wenn man sich nichts vorzuwerfen hat. Zweitens: Versicherungen zahlen in der Erstabwicklung regelmäßig spürbar unter dem materiell gerechtfertigten Betrag — eine zweite Prüfung lohnt sich fast immer. Drittens: Bei Geschwindigkeitsmessungen mit PoliScan Speed, ES 8.0 oder TraffiStar S350 gibt es jährlich Software-Updates und Eichprotokoll-Fragen, die in Münchner Gerichtsverfahren regelmäßig zum Erfolg führen. Viertens: Im Verkehrsstrafrecht entscheidet meist nicht die Hauptverhandlung, sondern die Einlassung im Ermittlungsverfahren — wer sich früh anwaltlich vertreten lässt, vermeidet oft ein öffentliches Verfahren.
„Verkehrsrecht ist für viele Menschen der erste Anlass, jemals einen Anwalt einzuschalten. Das Tempo der Behörden zwingt zu schnellen Entscheidungen — Bußgeldbescheid, Anhörungsbogen, Akteneinsicht: alles läuft in 14-Tage-Fenstern. Wir achten deshalb darauf, dass Mandantinnen und Mandanten innerhalb eines Werktags eine erste Rückmeldung von uns erhalten — und vorher nichts unterschreiben.“
Markus Klamert — Rechtsanwalt, Gründungspartner
Verkehrsunfall & Schmerzensgeld — Schadensersatz nach dem Crash
Nach einem Verkehrsunfall in München stehen drei Ansprüche im Raum: Reparaturkosten oder Wiederbeschaffung, Wertminderung sowie Schmerzensgeld bei körperlicher Verletzung. Hinzu kommen Nebenpositionen wie Mietwagen, Nutzungsausfall, Sachverständigenkosten und Anwaltsgebühren — und genau hier kürzen Versicherungen am häufigsten. Unser Erfahrungswert aus über 10.000 Verkehrsrechts-Mandaten: Erstangebote der gegnerischen Haftpflicht liegen in einem hohen Anteil der Fälle deutlich unter dem materiell gerechtfertigten Betrag. Ein Anwalt für Verkehrsrecht in München prüft die Schadensaufstellung, ordnet die Quoten ein und holt die Differenz heraus.
Schadensersatz nach dem Unfall — was Ihnen zusteht
- Reparaturkosten oder Wiederbeschaffungswert (bei wirtschaftlichem Totalschaden) — inklusive der oft umstrittenen 130-Prozent-Regel, wenn Sie das Fahrzeug behalten und reparieren möchten.
- Wertminderung bei reparablen Schäden, gestützt auf das gerichtsfeste Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen.
- Mietwagen oder Nutzungsausfallentschädigung — die Höhe richtet sich nach Fahrzeugklasse und Tagesnutzung.
- Sachverständigenkosten, Abschleppkosten, Standgebühren — vollständig erstattungsfähig bei nicht selbstverschuldetem Unfall.
- Schmerzensgeld bei Verletzungen — von HWS-Distorsion über Knochenbrüche bis zu Dauerschäden, gestützt auf aktuelle Schmerzensgeldtabellen.
- Verdienstausfall, Haushaltsführungsschaden und Folgekosten — wichtig bei längerer Arbeitsunfähigkeit.

Verkehrsunfallflucht — was tun, wenn der Unfallgegner geflüchtet ist?
Wenn der Unfallgegner sich entfernt hat, springen verschiedene Versicherungen ein — die eigene Vollkasko (mit Selbstbeteiligung), bei Personenschäden die Verkehrsopferhilfe e.V. Für die Anspruchsdurchsetzung sind die ersten Schritte entscheidend: Polizei verständigen, Zeugen sichern, Fotos machen, Strafanzeige erstatten. Wir koordinieren die Schadensaufnahme, kommunizieren mit der Verkehrsopferhilfe und setzen Schmerzensgeld auch dann durch, wenn der Verursacher unbekannt bleibt.
Unfall in der Probezeit — drohende Konsequenzen
Ein Unfall innerhalb der zweijährigen Probezeit ist nicht automatisch ein A-Verstoß — entscheidend sind die Begleitumstände. Aufbauseminar bei der Fahrschule, Probezeitverlängerung um zwei Jahre, im schlimmsten Fall MPU-Anordnung: das Spektrum ist breit, und die Bewertung durch die Führerscheinstelle ist anwaltlich angreifbar. Wir prüfen den Bescheid auf formelle Fehler und materielle Bewertungsfehler.
Soforthilfe nach dem Unfall: 1) Unfallstelle sichern, Polizei verständigen. 2) Personalien und Versicherungsdaten austauschen. 3) Fotos vom Unfallort, Schäden, Spuren. 4) Zeugen ansprechen und Kontaktdaten notieren. 5) Keine Schuldanerkenntnisse — auch keine „Entschuldigungen“ gegenüber der Versicherung. 6) Vor Unterschrift bei der eigenen oder gegnerischen Versicherung anwaltlich beraten lassen. Wir prüfen Ihre Schadensaufstellung in der kostenlosen Ersteinschätzung.
Bußgeldbescheid, Blitzer & 130-Prozent-Regel — Ihr Anwalt prüft jede Messung
Ein Bußgeldbescheid kommt in München aus drei Quellen: der Polizei (mobile Geschwindigkeitsmessung, Rotlichtverstöße), der Bußgeldstelle der Landeshauptstadt München (ruhender Verkehr) oder den stationären Anlagen (zum Beispiel Heimeranplatz, Mittlerer Ring, Petueltunnel). Der Bescheid beginnt fast immer mit einem Anhörungsbogen — und genau hier entscheidet sich die strategische Weichenstellung. Ein Anwalt für Verkehrsrecht in München prüft das Messverfahren, das Eichprotokoll, die Akteneinsicht — und legt Einspruch ein, sobald die Prüfung Erfolgschancen ergibt.

Anwalt Blitzer — wann sich der Einspruch lohnt
Geschwindigkeitsmessungen mit PoliScan Speed F1 HP, ES 8.0, TraffiStar S350 oder Multanova VR 6F sind technisch nicht unfehlbar. Häufige Angriffspunkte: fehlende oder fehlerhafte Eichung, Gerätebedienungsfehler durch das Personal, Software-Versionen ohne Verfügbarkeit der Rohmessdaten, Toleranzabzüge nicht oder falsch angewendet. Bei stationären Anlagen kommen Aufstellort, Beschilderung und Wartungsintervalle hinzu. Im Stadtgebiet München sind uns diese Angriffspunkte aus laufenden Verfahren am Amtsgericht (Verkehrsabteilung Linprunstraße 22) gut vertraut.
Praxis aus der Kanzlei | Akteneinsicht ist Pflicht, nicht Kür
Was viele nicht wissen: Bevor ein Bußgeldbescheid in den Briefkasten flattert, hat die Behörde eine vollständige Verfahrensakte angelegt — mit Messprotokoll, Eichschein, Schulungsnachweis des Messpersonals, Lichtbildern und der Software-Konfiguration des Messgeräts. Diese Akte muss die Behörde herausgeben, sobald ein Anwalt um Akteneinsicht ersucht. Erst dann lässt sich das Messergebnis seriös prüfen — und genau das ist der Schritt, den wir in jedem Bußgeld-Mandat zuerst gehen. Ohne Akte keine Verteidigung; mit Akte oft Spielraum, der ohne anwaltlichen Blick unentdeckt bleibt.
130-Prozent-Regel — wenn die Reparatur teurer ist als der Restwert
Die 130-Prozent-Regel erlaubt es, ein Fahrzeug nach einem Unfall fachgerecht reparieren und behalten zu dürfen — auch wenn die Reparatur den Wiederbeschaffungswert um bis zu 30 Prozent überschreitet. Voraussetzung: Reparatur in einer Fachwerkstatt nach Gutachten und sechs Monate Weiternutzung. Versicherungen versuchen häufig, statt Reparatur den Wiederbeschaffungswert abzurechnen — bei Liebhaberfahrzeugen, scheckheftgepflegten Wagen oder Spezialfahrzeugen kann das einen erheblichen wirtschaftlichen Unterschied machen. Wir setzen die 130-Prozent-Regel gegen den Versicherer durch, wenn die Voraussetzungen vorliegen.

Einspruch Bußgeldbescheid — Frist und Ablauf
Die Einspruchsfrist beträgt zwei Wochen ab Zustellung. Wer die Frist verpasst, hat den Bescheid akzeptiert — mit Punkten, Bußgeld und gegebenenfalls Fahrverbot. In den zwei Wochen reicht der Einspruch zunächst formlos und ohne Begründung; die Begründung folgt nach Akteneinsicht. Wir übernehmen die Fristwahrung, beantragen Akteneinsicht und prüfen anschließend Erfolgsaussichten — meist innerhalb weniger Tage.
Handy am Steuer — 100 Euro, ein Punkt, eventuell Fahrverbot
Seit 2017 ist das Handy am Steuer mit 100 Euro Bußgeld und einem Punkt geahndet — bei Gefährdung oder Sachbeschädigung kommt ein einmonatiges Fahrverbot hinzu. Verteidigungslinien: kein Telefonieren, sondern Standortsuche im Karussell-Modus, zugriffsbereites aber nicht aktives Gerät, Verkehrshindernis ohne Handynutzung. Im Einzelfall erfolgreich angreifbar.
MPU, Führerscheinentzug & Fahrerlaubnis — Rückgewinnung nach Entzug
Eine MPU-Anordnung (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) ist die wahrscheinlich teuerste und stressigste Hürde im deutschen Verkehrsrecht. In München ordnet die Führerscheinstelle der Landeshauptstadt (Ruppertstraße 19) sie regelmäßig nach Trunkenheitsfahrten ab 1,6 Promille, nach Drogen am Steuer, nach mehr als acht Punkten in Flensburg sowie nach besonders aggressivem Verhalten im Straßenverkehr an. Ein Anwalt für Verkehrsrecht in München prüft, ob die MPU-Anordnung formell und materiell zu Recht ergangen ist — und kann sie häufig kippen, wenn die Ermessensentscheidung fehlerhaft begründet wurde.
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Wann wird eine MPU angeordnet?
Die MPU ist nicht zwingend nach jedem Verkehrsverstoß. Die Führerscheinstelle muss eine Ermessensentscheidung treffen — und genau diese Ermessensentscheidung ist anwaltlich angreifbar. Typische Anlässe: Trunkenheitsfahrt mit über 1,6 Promille (zwingend), wiederholte Trunkenheitsfahrten unter 1,6 Promille, Drogenfahrt nach §24a StVG, mehr als acht Punkte in Flensburg, schwere Verkehrsstraftaten. Aber: Auch unterhalb dieser Schwellen kann die Behörde eine MPU verlangen — und genau dann lohnt sich der anwaltliche Blick auf die Begründung.
Führerscheinentzug — vorläufige Entziehung im Strafverfahren
Bei einer Trunkenheitsfahrt mit über 1,1 Promille (absolute Fahruntüchtigkeit) ordnet das Gericht in der Regel die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis an — der Führerschein wird sofort beschlagnahmt. Im späteren Strafverfahren wird die Entziehung dann meist endgültig angeordnet, mit einer Sperrfrist zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Anwaltlicher Hebel: die Sperrfrist wird auf die vorläufige Entziehungszeit angerechnet, und mit aktiver Mitarbeit (verkehrspsychologische Beratung, Abstinenznachweise) kann die Sperrfrist verkürzt werden.
Anwalt Führerschein — Wiedererteilung nach Sperrfrist
Nach Ablauf der Sperrfrist beginnt das Wiedererteilungsverfahren. In München läuft es über die Führerscheinstelle Ruppertstraße — mit Antrag, Eignungsgutachten und in fast allen Fällen MPU. Wir koordinieren die Vorbereitung mit Begutachtungsstellen wie TÜV Süd, DEKRA oder pima-mpu, prüfen die Anforderungen der Behörde im Vorfeld und legen gegen ablehnende Bescheide Widerspruch ein.
„Eine MPU lässt sich nicht im Schlafzimmer vorbereiten. Wer ohne strukturierte Begleitung zur Begutachtungsstelle kommt, fällt mit hoher Wahrscheinlichkeit durch — und zahlt 700 Euro für den nächsten Anlauf. Unser Ansatz: Wir koordinieren die verkehrspsychologische Vorbereitung, prüfen die Abstinenznachweise und legen die Strategie fest, wie und wann der Antrag bei der Führerscheinstelle gestellt wird. Das spart in der Regel mindestens einen Anlauf — und damit oft ein halbes Jahr Wartezeit.“
Marc Frey — Rechtsanwalt
Verkehrsstrafrecht — Trunkenheit, Fahrerflucht & Verkehrsdelikte
Vom Bußgeldverfahren ins Verkehrsstrafrecht ist es oft ein kleiner Schritt: Wer mit 1,1 Promille fährt, wer einen Unfall mit Personenschaden verursacht und sich entfernt, wer im Verkehr nötigt oder gefährdet — alle landen nicht beim Bußgeldrichter, sondern bei der Staatsanwaltschaft. Damit verändern sich Verfahrensablauf, Risiko und Verteidigungsstrategie grundlegend. Ein Anwalt für Verkehrsrecht in München mit Strafrechtserfahrung kennt die Übergänge — und greift früh genug ein, damit aus einem Bußgeldverfahren keine Hauptverhandlung wird.
Trunkenheit am Steuer — §316 StGB / §24a StVG
Ab 0,5 Promille drohen Bußgeld, Punkte und Fahrverbot (Ordnungswidrigkeit, §24a StVG). Ab 1,1 Promille ist die absolute Fahruntüchtigkeit erreicht — Strafverfahren mit Geldstrafe, Führerscheinentzug und langer Sperrfrist (§316 StGB). Bei Ausfallerscheinungen (Schlangenlinien, Unfall) kann auch unterhalb 1,1 Promille die relative Fahruntüchtigkeit greifen. Verteidigungsansatzpunkte: Messverfahren der Atemalkoholmessung, Verwertbarkeit der Blutprobe, Wiederfindung der Trinkmenge, Nachtrunkbehauptung.
Fahrerflucht — §142 StGB, ohne Anwalt fast immer Strafe
Unfallflucht — auch „Fahrerflucht“ oder „Verkehrsunfallflucht“ — ist eine Straftat nach §142 StGB. Das Mindeststrafmaß ist Geldstrafe, in schweren Fällen droht Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Bei Personenschäden oder hohen Sachschäden ist Führerscheinentzug die Regel. Wichtig: Der Tatbestand ist enger als viele denken — wer wartet, Zettel hinterlässt und sich nachträglich meldet, hat oft gar keinen Tatbestand verwirklicht. Wir prüfen die objektiven Voraussetzungen genau, bevor wir uns gegenüber der Polizei einlassen.

Nötigung im Straßenverkehr — §240 StGB
Drängeln auf der Autobahn, dichtes Auffahren mit Lichthupe, Ausbremsen oder Schneiden: aus Verkehrsverstößen kann eine Nötigung werden. Strafrahmen: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis fünf Jahre, regelmäßig mit Führerscheinentzug. Verteidigungsansatzpunkte: subjektives Element (Vorsatz auf die Nötigungshandlung), Verwerflichkeit, Rechtswidrigkeitszusammenhang.
Vorladung als Beschuldigter — schweigen, dann beraten
Eine Vorladung der Polizei oder Staatsanwaltschaft ist kein Termin, den man wahrnehmen muss — als Beschuldigter haben Sie das Recht zu schweigen. Reagieren ist trotzdem wichtig, aber nicht ohne anwaltliche Vorbereitung. Wir beantragen Akteneinsicht, prüfen den Tatvorwurf und legen die Verteidigungslinie fest, bevor irgendjemand mit dem Mandanten spricht. In vielen Verkehrsstrafverfahren lässt sich das Verfahren so bereits im Ermittlungsstadium gegen Auflage einstellen — ohne Hauptverhandlung, ohne Eintrag im Führungszeugnis.
Praxis aus der Kanzlei | Was wir am Amtsgericht München sehen
Die Verkehrsabteilungen am Amtsgericht München arbeiten mit hohem Durchsatz — bei Trunkenheit, Fahrerflucht und Nötigung steht regelmäßig in der Vorbereitung schon eine Standardentscheidung im Raum. Genau das ist der Punkt, an dem strukturierte Verteidigung den Unterschied macht. Wir nutzen die Phase der Akteneinsicht, um Schwachstellen im Tatnachweis zu identifizieren — fehlerhafte Atemalkoholmessungen, lückenhafte Polizeiprotokolle, Zeugenangaben, die sich gegenseitig widersprechen. Häufig gelingt es, das Verfahren noch vor der Hauptverhandlung in eine Einstellung nach §153 oder §153a StPO zu führen. Das spart dem Mandanten den öffentlichen Termin, das Risiko einer Eintragung — und in vielen Fällen auch den Führerschein.
Abgasskandal & Autokauf — Anwalt für Diesel-Mandate und KFZ-Recht
Der Abgasskandal (Diesel-Skandal, Dieselgate) zieht sich seit 2015 durch die Rechtsprechung — und ist auch 2026 nicht abgeschlossen. Betroffen sind Fahrzeuge von Volkswagen, Audi, Skoda, Seat, Porsche, Mercedes-Benz, BMW, Fiat (Wohnmobile), Volvo und weiteren Herstellern. Nach den Grundsatzentscheidungen des Bundesgerichtshofs und der EuGH-Rechtsprechung (C-100/21 zur Mercedes-Benz-Haftung) bestehen Schadensersatzansprüche je nach Konstellation als großer Schadensersatz (Rückgabe gegen Kaufpreiserstattung) oder als kleiner Schadensersatz (Differenzhypothese, regelmäßig fünf bis fünfzehn Prozent des Kaufpreises). Wir betreuen Diesel-Mandate seit Beginn des Skandals und kennen die Verfahrenswege gegen die Hersteller.
Welches Fahrzeug ist betroffen?
Die EA189-Motoren bei Volkswagen-Konzern (2.0 TDI, 1.6 TDI, 1.2 TDI) sind seit 2015 als Schummel-Software bekannt. Hinzu kommen die EA288-Nachfolgemotoren mit Thermofenster-Steuerung, die EA897-Motoren bei Audi und Porsche, die OM651/OM642-Motoren bei Mercedes-Benz mit verschiedenen Abschalteinrichtungen, die N47/B47-Motoren bei BMW. Wir prüfen anhand der FIN, ob Ihr Fahrzeug betroffen ist — und welcher Anspruch (großer oder kleiner Schadensersatz) der wirtschaftlich günstigere ist.
Verjährung im Abgasskandal — die Zeit drängt
Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre ab Kenntnis (§§195, 199 BGB). Für viele Mandanten lief die Frist bereits ab — abhängig vom Erwerbsdatum, dem Zeitpunkt der Kenntnis vom Schaden und etwaigen Hemmungstatbeständen wie der Musterfeststellungsklage. In Einzelfällen kommt zusätzlich der Anspruch aus §852 BGB (Restschadensersatz nach Verjährung) in Betracht — die zehnjährige Frist nach §852 BGB verschiebt die Geltendmachung deutlich nach hinten. Erste Frage in jedem Diesel-Mandat: Ist der Anspruch noch durchsetzbar?
Autokauf — Gewährleistung, Rücktritt, Wandlung
Beim privaten oder gewerblichen Autokauf gelten die §§434 ff. BGB: Sachmangel, Nachbesserung oder Nachlieferung, Rücktritt oder Minderung. In der Praxis am häufigsten: verschwiegene Unfallschäden, manipulierte Tachostände, fehlerhafte Beschreibungen im Kaufvertrag. Beim Privatkauf ist die Gewährleistung oft per AGB ausgeschlossen — aber: Bei vorsätzlicher Täuschung greift der Ausschluss nicht. Wir prüfen das Inserat, den Kaufvertrag und die Mängelbeschreibung und setzen Rücktritt oder Schadensersatz durch.
„Beim Abgasskandal ist die Bearbeitungsroutine entscheidend. Wir haben in den letzten Jahren eine Vielzahl von Diesel-Mandaten gegen Volkswagen, Mercedes und BMW geführt — vom Schadensgutachten der individuellen FIN über die Wirtschaftlichkeitsberechnung großer versus kleiner Schadensersatz bis zur Klage am Landgericht München I. Aus dieser Erfahrung wissen wir, welche Hersteller in der Vergleichsphase nachgeben und welche bis zur letzten Instanz prozessieren.“
Johannes Goetz — Rechtsanwalt
Verkehrsrecht & Strafrecht in München — lokale Vertretung, kurze Wege
Verkehrsrecht und Strafrecht überschneiden sich in München in mehrfacher Hinsicht — und unsere Mandantinnen und Mandanten profitieren davon, dass beide Bereiche bei KLAMERT & PARTNER unter einem Dach liegen. Trunkenheit am Steuer wird vor der Verkehrsabteilung am Amtsgericht München (Linprunstraße 22, Pacellistraße 5) verhandelt, Bußgeldverfahren laufen über die Verkehrsabteilung, der Führerscheinentzug folgt verwaltungsrechtlich über die Führerscheinstelle in der Ruppertstraße. Wer alles aus einer Hand bearbeiten lässt, vermeidet Reibungsverluste — und uns sind die Wege, Spruchpraxen und Ansprechpartner aus laufenden Verfahren vertraut.
Anfahrtswege zu den relevanten Behörden — alles im 15-Minuten-Radius
- Amtsgericht München, Verkehrsabteilung — Linprunstraße 22, 80335 München
- Amtsgericht München, Hauptdienstgebäude — Pacellistraße 5, 80333 München
- Polizeipräsidium München — Ettstraße 2, 80333 München (zehn Minuten von der Pettenkoferstraße)
- Führerscheinstelle Landeshauptstadt München — Ruppertstraße 19, 80337 München (vier U-Bahn-Stationen über U3/U6 von Goetheplatz)
- Bußgeldstelle der Landeshauptstadt — Sebastian-Bauer-Straße 16, 81737 München (für ruhenden Verkehr und Park-Bußgelder)
Bester Anwalt Verkehrsrecht München — was uns auszeichnet
Wir treten nicht in Bestenlisten auf, deren Methodik wir nicht kennen — und werben nicht mit Quoten, die im Einzelfall nichts bedeuten. Stattdessen können wir dies belegen: Über 15.000 betreute Verkehrsrechts-Mandate seit 1987. Drei zugelassene Rechtsanwälte mit jahrzehntelanger Verkehrsrechts-Routine. Mehrsprachiges Team (Deutsch, Englisch, Ukrainisch, Russisch, Portugiesisch). Erreichbarkeit innerhalb eines Werktags. Strukturierte Erstprüfung in der kostenlosen Ersteinschätzung.
Häufige Fragen an Ihren Anwalt für Verkehrsrecht in München
Was kostet ein Anwalt für Verkehrsrecht in München?
Die Ersteinschätzung der Erfolgsaussichten ist bei uns kostenfrei und unverbindlich. Anschließende Mandate rechnen wir nach RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) oder nach individueller Honorarvereinbarung ab. Bei einer Rechtsschutzversicherung übernehmen wir die Deckungsanfrage — die Kosten trägt dann der Versicherer. Im Bußgeldverfahren ist die Verfahrensgebühr abhängig von der Geldbußenhöhe; im Verkehrsstrafrecht richten sich die Gebühren nach dem Verfahrensstadium (Ermittlung, Hauptverhandlung, Berufung).
Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Anwaltskosten?
Im Verkehrsrecht ist die Rechtsschutzversicherung in der Regel zuständig — die meisten Verträge umfassen Verkehrsrechtsschutz mit Bußgeld-, Verkehrsstrafrecht- und Schadensersatzrechtsschutz. Wichtig: Die Deckungsanfrage muss vor der Mandatierung gestellt werden. Wir übernehmen die Kommunikation mit Ihrem Versicherer und klären die Deckungszusage. Bei Vorsatz-Tatvorwürfen (Trunkenheit, Fahrerflucht) erfolgt die Deckungszusage oft vorläufig — die endgültige Zusage hängt vom Verfahrensausgang ab.
Wie lange habe ich für den Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid?
Zwei Wochen ab Zustellung des Bescheids. Die Zustellung erfolgt per Postzustellungsurkunde oder als förmliches Einschreiben — der Tag der Zustellung steht auf dem gelben Briefumschlag oder in der Postzustellungsurkunde. Innerhalb dieser zwei Wochen muss der Einspruch bei der Bußgeldbehörde eingegangen sein. Eine Begründung ist nicht erforderlich — der Einspruch reicht zunächst formlos. Die Begründung folgt nach Akteneinsicht.
Was tun, wenn der Führerschein vorläufig entzogen wurde?
Bei einer Trunkenheitsfahrt mit Promillewerten über 1,1 wird der Führerschein in der Regel direkt am Tatort eingezogen. Im weiteren Verfahren ordnet das Gericht die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis nach §111a StPO an. Schnellstmöglicher anwaltlicher Schritt: Antrag auf Aufhebung der vorläufigen Entziehung — hier kommen entgegenstehende berufliche Gründe, fehlerhafte Atemalkoholmessungen oder Nachtrunkbehauptungen in Betracht. Eine vollständige Aufhebung ist selten, aber möglich; häufiger gelingt die Verkürzung der Sperrfrist im Strafverfahren.
Lohnt sich ein Einspruch gegen einen Blitzer-Bescheid immer?
Nein. Bei sauberer Messung mit korrekter Eichung, geschultem Personal und einem klaren Toleranzabzug bleibt wenig Angriffsfläche. Wir prüfen in der Akteneinsicht alle technischen und formellen Voraussetzungen — und geben eine offene Einschätzung, ob ein Einspruch realistische Erfolgschancen hat. Bei drohendem Fahrverbot lohnt sich der Einspruch häufiger als bei reinem Bußgeld, weil der wirtschaftliche Hebel dann höher ist.
Was passiert bei einer Fahrerflucht ohne Personenschaden?
Bei reinem Sachschaden unter circa 1.300 Euro lässt sich das Verfahren oft gegen Geldauflage einstellen — meist nach §153a StPO. Hinzu kommen aber regelmäßig drei Punkte in Flensburg sowie die Anfrage der Versicherung, ob bei einer eigenen Mitschuld gegen den Mandanten Regress genommen wird. Bei höheren Schäden oder Personenschäden droht die Hauptverhandlung mit Geldstrafe (oft 30 bis 90 Tagessätze) und Führerscheinentzug. Verteidigungsstrategie: Tatbestandsverengung („kein berechtigtes Interesse des Berechtigten“, „unverzüglich gemeldet“).
Ich wurde mit Drogen am Steuer erwischt — was nun?
Drogenfahrten sind nach §24a StVG (Bußgeld) oder §316 StGB (Strafverfahren bei Ausfallerscheinungen) verfolgbar. Hinzu kommt die verwaltungsrechtliche Konsequenz: Die Führerscheinstelle ordnet bei harten Drogen (Kokain, Heroin, Amphetamin) regelmäßig die sofortige Entziehung der Fahrerlaubnis an — auch bei einmaligem Konsum. Bei Cannabis ist die Lage seit der Cannabis-Liberalisierung 2024 differenzierter geworden. Wir prüfen die Begutachtungsanordnung und vertreten gegen die Führerscheinstelle.
Wie schnell kann ich mit einer Rückmeldung rechnen?
Innerhalb eines Werktags. Im Verkehrsrecht ticken die Uhren schnell — Anhörungsbögen mit 14-Tage-Frist, Einspruchsfristen, vorläufige Führerscheinentziehungen. Wir wissen, dass jede Stunde zählt, und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer Erstrückmeldung — auch dann, wenn die ausführliche Bearbeitung mehr Zeit braucht.
Können Sie auch Mandate in Fremdsprachen betreuen?
Ja. Unser Team berät auf Deutsch, Englisch, Ukrainisch, Russisch und Portugiesisch. Im Verkehrsrecht kommt das häufig vor — internationale Mandanten nach Unfällen während des Münchner Aufenthalts, ukrainisch- und russischsprachige Mandanten, brasilianische Geschäftsleute. Die juristische Bearbeitung erfolgt durch unsere zugelassenen Rechtsanwälte; die fremdsprachige Kommunikation übernehmen die jeweiligen Teammitglieder.
Was bedeutet die 130-Prozent-Regel beim Verkehrsunfall?
Wenn die Reparaturkosten Ihres Fahrzeugs nach einem Unfall den Wiederbeschaffungswert um bis zu 30 Prozent überschreiten, dürfen Sie das Fahrzeug trotzdem fachgerecht reparieren und behalten. Die Versicherung muss die Reparaturkosten erstatten — vorausgesetzt, Sie reparieren in einer Fachwerkstatt nach Sachverständigengutachten und nutzen das Fahrzeug mindestens sechs Monate weiter. Versicherungen versuchen häufig, statt Reparatur den niedrigeren Wiederbeschaffungswert auszuzahlen. Wir setzen die 130-Prozent-Regel durch, wenn die Voraussetzungen vorliegen.
Bin ich nach einem Unfall verpflichtet, eine Aussage zu machen?
Gegenüber der Polizei haben Sie als Beteiligter das Recht zu schweigen — auch ohne dass Sie als Beschuldigter förmlich belehrt werden müssen. Pflichtangaben beschränken sich auf die Personalien (Name, Anschrift, Geburtsdatum) sowie die Angaben zur Versicherung. Über den Unfallhergang müssen Sie nichts sagen. Empfehlung: Personalien und Versicherungsdaten austauschen, sonst nichts — bis ein Anwalt mit Akteneinsicht den Sachverhalt geprüft hat.
Kostenfreie Ersteinschätzung anfragen
Schildern Sie uns Ihren Fall — schnell und unverbindlich. Wir prüfen Ihre Erfolgsaussichten und melden uns kurzfristig zurück.
oder direkt anrufen: 089 540 239 0
Anwalt für Verkehrsrecht München — direkt an der Theresienwiese
Unsere Kanzleiräume liegen in der Pettenkoferstraße 37 — direkt an der Theresienwiese, mitten im Klinikviertel der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Die Lage ist verkehrsrechtlich praktisch: Vom Amtsgericht München in der Linprunstraße 22 (Verkehrsabteilung) sind es zu Fuß zehn Minuten, vom Polizeipräsidium in der Ettstraße ebenfalls zehn Minuten, von der Führerscheinstelle Ruppertstraße vier U-Bahn-Stationen mit der U3/U6 ab Goetheplatz.
Anfahrt mit ÖPNV
- U-Bahn U4/U5: Station Theresienwiese (drei Minuten Fußweg)
- U-Bahn U3/U6: Station Goetheplatz (fünf Minuten Fußweg)
- U-Bahn U1/U2/U7/U8: Station Sendlinger Tor (acht Minuten Fußweg)
- S-Bahn alle Linien: Hauptbahnhof München (zehn Minuten Fußweg)
- Bus: Haltestelle Georg-Hirth-Platz (drei Minuten Fußweg)
Sprechzeiten und Erreichbarkeit
Mo–Fr 8:00 bis 17:30 Uhr persönlich vor Ort. Telefonisch unter 089 540 239 0, per Fax unter 089 540 239 199 oder per E-Mail über das Kontaktformular. Termine außerhalb der Sprechzeiten und Videoberatung nach individueller Vereinbarung — wichtig insbesondere für berufstätige Mandanten und Mandanten mit Wohnort außerhalb Münchens.
Kostenfreie Ersteinschätzung mit Ihrem Anwalt für Verkehrsrecht in München
Im Verkehrsrecht zählt jeder Tag — Anhörungsbögen, Einspruchsfristen, vorläufige Führerscheinentziehungen, Versicherungsangebote. Wir prüfen Ihren Fall im Rahmen der kostenfreie Ersteinschätzung unverbindlich auf erkennbare Erfolgsaussichten. Eine darüber hinausgehende rechtliche Beratung erfolgt erst nach Mandatierung und Honorarvereinbarung — das ist transparent und planbar.
„Über 10.000 Verkehrsrechts-Mandate seit 2005 — das ist nicht nur eine Zahl. Es ist die Grundlage dafür, dass wir bei Bußgeldbescheiden, Unfällen, MPU-Anordnungen und Verkehrsstrafverfahren mit Routine, aber ohne Schablone arbeiten. Jeder Fall ist individuell — die Wege durch die Münchner Behörden, Gerichte und Versicherungen kennen wir.“
Markus Klamert — Rechtsanwalt, Gründungspartner

